Der Lendkanal


Der Lendkanal

Mehr als vier Kilometer lang ist er, der Lendkanal in meiner Heimatstadt. Die künstliche Wasserstraße diente etliche Jahrhunderte zur Brenn- und Baustoffversorgung der Innenstadt. Vom Lendhafen nahe des Zentrums, reicht das Gewässer bis zum Lendspitz und weiter in den Wörthersee. Überspannt von teils historischen Brücken, befahren heute nur mehr kleinere Boote und Kajakfahrer die lange Wegstrecke. Eingefasst ist der Kanal durch einen idyllischen Spazier- und Radweg, der nicht selten von illustren Urlaubern oder heimischen Familien bevölkert ist, grenzt er auf einer Seite doch an den rund 22 Hektar großen Europapark.

 

Lendkanal

 

Inspirationen an jeder Ecke

Der Wasserweg ist dabei nicht nur einer meiner beliebtesten Schreiborte, er ist eine ganze Inspirationsmeile mit vielen kleinen Ecken und noch liebevolleren Kanten. Sanft und ruhig schlängelt er sich in einer von villenartigen Häusern, Anlegestellen und Begegnungszonen durchzogenen stimmungsvollen Landschaft. Im Sommer mit dichtem Grün bewachsen, weis er auch im Winter mit einer Kargheit zu überzeugen, die zum Führen der Feder einlädt. An besonders kalten Monaten friert sogar ein Teil ein und sammelt ambitionierte Eisläufer auf der Höhe Tarviser Straße.

 

 

 

In der wärmeren Jahreszeit lasse ich mich gerne von künstlerischen Darbietungen zwischen den Säulen der Elisabethbrücke leiten. Oder bearbeite meinen Notizblock an einem der Tische der „Tramway“, einem malerischen Imbiss mit einem „da muss ich nochmal hin“ Charakter.  Es gibt nichts Schöneres, als das Alltägliche zu beobachten und daraus die eine oder andere Zeile abzuleiten. Einen Blickfang stellt ebenfalls Maria Loretto dar, das an der Seemündung eine kleine Schiffsanlegestelle beherbergt.

 

 

 

Energie tanken

Ideal ausspannen lässt es sich auch auf einer der Bänke, die entlang des Lendkanals in gut erreichbaren Abständen aufgestellt sind. Nicht selten ertappe ich mich auch hier, von einem Abschnitt zum anderen zu flanieren, und sich immer auf neue Laute und Umgebungseindrücke zu konzentrieren. Ganze Seiten sind hier bereits entstanden. Ein perfekter Ort, um sich und seine Schreibe zu revitalisieren.

 

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W.H.

Bin federführend, das Projekt Buchwurm ist eine ganz persönliche Herzensangelegenheit. Schreiben bedeutet für mich, sich auf Perspektiven einzulassen, Sichtweisen anderen gegenüberzustellen oder miteinander neu zu verfassen. Schreiben bedeutet aber auch, Verflechtungen von Gedanken in der Welt von heute neu zu ordnen.

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15.00 Uhr Museum Lavanthaus (mit Anmeldung)
Sankt Michaeler Straße 2, 9400 Wolfsberg, Tel. 04352 537333

01.12.2017
15.00 Uhr Museum Lavanthaus (mit Anmeldung)
Sankt Michaeler Straße 2, 9400 Wolfsberg; Tel. 04352 537333

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